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Haben Sie schon vorgesorgt?

Vorsorge zu treffen für ungewöhnliche Ereignisse ist heute eigentlich für die meisten Menschen selbstverständlich. Bestimmte Risiken werden z.B. mit Unfall-, Kranken- oder Haftpflichtversicherungen abgesichert.

Auch für den Fall des Todes treffen viele Menschen Vorsorge durch die Errichtung eines Testaments.

Aber an den Fall, dass man durch Altersgebrechlichkeit, Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage ist, sein Leben selbst zu bestimmen, denken nur die wenigsten. Viele verdrängen den Gedanken an diese Möglichkeit oder vertrauen darauf, dass ihnen die Familie dann schon helfen wird.

Gerade das ist jedoch nicht so einfach. Ein Volljähriger kann im Rechtsverkehr nur durch einen von ihm Bevollmächtigten oder aber durch einen gerichtlich bestellten Betreuer vertreten werden. Es ist deshalb durchaus vernünftig, schon rechtzeitig daran zu denken, dass man nicht mehr geschäftsfähig sein könnte und für diesen Fall selbst mit einer Vorsorgevollmacht einen Bevollmächtigten zu bestimmen. Man kann hier eine Generalvollmacht erteilen, sollte jedoch prüfen, ob diese ggf. auch von der Bank anerkannt wird. Möglich ist es, konkrete Aufgabengebiete zu benennen, für die der Bevollmächtigte dann zuständig sein soll oder mehrere Bevollmächtigte zu bestellen, die dann nur gemeinsam handeln dürfen. Man kann auch die Aufgaben auf mehrere Bevollmächtigte verteilen.

Der Vorteil der Vollmachtserteilung liegt darin, dass der Bevollmächtigte schneller und einfacher handeln kann als ein gerichtlich bestellter Betreuer. Allerdings unterliegt er im Gegensatz zum gerichtlich bestellten Betreuer auch keiner Kontrolle durch das Vormundschaftsgericht, so dass ein Missbrauch der Vollmacht kaum auffällt. Der zu Bevollmächtigende sollte deshalb sorgfältig ausgewählt werden und auch vorher gefragt werden, ob er bereit ist, erforderlichenfalls diese Verantwortung zu übernehmen. Vorsorgevollmachten sollten unbedingt notariell errichtet werden, da in vielen Bereichen privatschriftliche Vollmachten nicht ausreichend sind. Die notariellen Vollmachten werden darüber hinaus bei der Bundesnotarkammer registriert und werden deshalb auch aufgefunden, wenn Sie selbst nicht mehr erklären können, dass sie eine Vorsorgevollmacht errichtet haben.

Wenn Sie heute nicht wissen, wen Sie bevollmächtigen könnten, dann sind Sie aber vielleicht sicher, wer keinesfalls für Sie Ihre Angelegenheiten regeln soll. Dies können Sie in einer Betreuungsverfügung festhalten. Das Gericht ist daran bei der Auswahl eines Betreuers gebunden. Mit einer Patientenverfügung können Sie vorsorgen falls sie schwerstkrank hilflos und fremdbestimmt der Apparatemedizin ausgeliefert sind und ihren Willen bezüglich ärztlicher Maßnahmen nicht mehr äußern können. Lebenserhaltende oder -verlängernde Maßnahmen haben zu unterbleiben, wenn dies dem Willen des Patienten entspricht. Die Patientenverfügung ist umso verbindlicher, je konkreter und zeitnaher sie errichtet wurde.

Da sich die Lebensumstände verändern können ebenso wie sich die Einstellung zu Krankheit und Tod im Laufe des Lebens verändert, sollten Sie regelmäßig prüfen, ob Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung noch ihrem Willen entsprechen und diese entsprechend aktualisieren.

Bei weiteren Fragen zu diesem Thema wenden Sie sich bitte an
Frau Rechtsanwältin Brigitte Sonntag / Rechtsanwalt Hans-Joachim Kirsch


Die rechtlichen Informationen, die auf diesen Seiten abgerufen werden können, sind ohne Gewähr und erheben keinen Anspruch auf Vollstöndigkeit. Wenn Sie konkrete Fragen haben, kontaktieren Sie bitte unsere Anwälte.
Die Rechtsanwälte Hans-Joachim Kirsch und Brigitte Sonntag
sind Mitglieder der Rechtsanwaltskammer Berlin und durch den Justizsenator des Landes Berlin bzw. den Präsident des Landgerichtes Berlin als Rechtsanwälte zugelassen. Sie unterliegen berufsrechtlichen Regelungen. Diese werden auf der Homepage der Bundesrechts- anwaltskammer www.brak.de bereitgehalten. Zu den berufsrechtlichen Regelungen gehören insbesondere:
Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO), Rechtsanwaltsvergütungs-gesetz (RVG), Berufsordnung der Rechtsanwälte (BORA)